Archiv des Autors: Sabine

Nach Toulouse

Die Kölner Kunstsammlerin Pia Ritter (rechts) hat das großformatige Werk „Nach Toulouse“ der Berliner Malerin Sabine Herrmann dem Kunstmuseum Ahrenshoop überlassen.

 

Sabine Herrmann hat eine enge Beziehung zu Ahrenshoop. Mehrfach weilte und wirkte sie im Ort, nicht zuletzt im Rahmen eines Stipendienaufenthaltes. Der Titel des bereits zeitweilig im Ahrenshooper Museum ausgestellten Gemäldes bezieht sich auf den französischen Zeichner Henri de Toulouse-Lautrec und seine Darstellungen tanzender Frauen. Herrmann transportiert mit ihrem Bild das Thema auf das Fischland, wo ab 1920 Dora Menzler in ihrem Wustrower Garten als Tanz- und Gymnastiklehrerin tätig war. Gleichzeitig ist das Werk ein herausragendes zeitgenössisches Pendant zu dem Bild „Tanz am Strand“ von Franz Triebsch, das derzeit in der Dauerausstellung des Museums zu sehen ist.

Liebe, Hass und Einsamkeit. Emotionen in der Kunst.

13. September – 22. November 2020
Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst, Cottbus

Die menschliche Existenz ist geprägt durch die beiden Pole Vernunft und Gefühl. Emotionen bestimmen unser Leben von den ersten Kindertagen an und sind Triebfedern unserer Handlungen. Daher verwundert es nicht, dass sie ein zentrales Thema innerhalb der Künste darstellen. Unzählige Romane, Theaterstücke und Gedichte widmen sich emotionalen Ausnahmezuständen im Medium der Sprache und die Kunstform der Oper scheint nur dafür entwickelt worden zu sein, überbordende Affekte musikalisch zum Ausdruck zu bringen. In der Bildenden Kunst entfalten diese Themen durch die gattungsimmanenten Mittel Linie, Form und Farbe ihre unmittelbare, ganz spezifische Wirkung über die visuelle Wahrnehmung.

Während in München eine Ausstellung in der Pinakothek der Moderne unter dem Titel „FEELINGS. Kunst und Emotion“ auf den emotionalen Effekt setzt, den Kunst ganz unmittelbar in uns auslöst, geht die Cottbuser Schau etwas andere Wege. Die Ausstellung widmet sich in vier Kapiteln der Repräsentation großer Gefühle in den Bereichen Malerei, Grafik, Skulptur und Fotografie. Gegenübergestellt werden bildliche Umsetzungen der Themen Liebe und Hass, Freude und Trauer.

links Sven Marquardt, rechts Sabine Herrmann, Weggang von mir selbst

Making Love Revolutionary

Sabine Herrmann, Klaus Killisch, Markus Rheinfuth
08 – 10 September 2020
EinheitsExpo, Potsdam

DEUTSCHLAND IST EINS: VIELES. Friedliche Revolution und Deutsche Einheit jähren sich 2019 und 2020 zum dreißigsten Mal. Die Bundesregierung erinnert daran und hat für die Jubiläumsfeierlichkeiten Künstler eingeladen, den Innenraum des Pavillon der EinheitsEXPO zugestalten.

Making Love Revolutionary wurde dafür ausgewählt.

Das Konzept hebt durch den Prozess der Annäherung die positiven Aspekte der friedlichen Revolution hervor. Die Verwendung von historischen Texten und Zitaten und die Anlehnungen an Pop Art schaffen dabei eine neue ästhetische und diskursive Ebene.
In den drei Tagen werden die Wände des Kubus schwarz untermalt, wobei – in Typ und Größe variierend – über alle vier Wände die Worte „Making Love Revolutionary“ ausgespart bleiben. Die Besucherinnen und Besucher werden dabei direkte Zeuginnen und Zeugen bei der Entstehung dieses raumgreifenden Kunstwerks.
Zudem sind unter der Decke 10cm breite Papierbahnen montiert, die mit Aufrufen, Ausschnitten aus Reden, Mitteilungen und Pamphleten aus dem Herbst ´89 bedruckt sind und sich mit dem Thema „Selbstermächtigung – Liebe – Revolution“ befassen.

 

Making Love Revolutionary
Zeitrafferfotos: Markus Rheinfurth
Sprecher: Claudia Kühn, Robert Fitterman
Textauswahl: Sabine Herrmann, pdf
soundscapes: ambientfunk
Schnitt: Klaus Killisch

Patio

Sabine Herrmann, patio, 2009, Pigmente, Acryl/Bütten, 152 x 214 cm, private collection

Point of No Return

23. Juli – 03. November 2019
MdbK Museum der bildenden Künste, Leipzig

Dreißig Jahre nach „1989“ zeigt die Ausstellung “Point of No Return“  mehr als 300 Werke aller Gattungen von 106 KünstlerInnen und wie diese aus der Perspektive der bildenden Künste auf die Friedliche Revolution in der DDR, sowie den gesellschaftlichen Umbruch in Ostdeutschland zu blicken. Die Ausstellung – kuratiert von Paul Kaiser, Christoph Tannert und Alfred Wedinger – bezieht die unmittelbare Vorgeschichte der Friedlichen Revolution ebenso ein, wie die Transformationszeit nach „1989“. Sie zeigt somit die bereits in den 1980er Jahren auffallenden „Risse in der Mauer“ und deren Gründe.
Sabine Herrmann ist in der Ausstellung mit 3 Werken vertreten.

Sabine Herrmann, weggehen, 1989, Öl auf Leinwand, 130x120cm

was immer

Sabine Herrmann, so gesagt, 2019, 2 farbige Radierung aus dem Künstlerbuch „was immer“

„was immer“, Künstlerbuch mit 82 Seiten, Gedichte: Brigitte Struzyk, vier signierten Linolschnitten und eine zweifarbige Radierung: Sabine Herrmann, Bindung und Box: Stefan Cseh, Druck und Herausgabe: Corvinus Presse, 2019

12 aus 49

15. Juni – 4. August 2019
Käthe-Kollwitz-Museum, Berlin

Ausstellung des Vereins der Berliner Künstlerinnen 1867 im Käthe-Kollwitz-Museum mit den Künstlerinnen: Paula Anke, Tania Bedriñana, Bettina Cohnen, Valérie Favre, Hanna Hennenkemper, Sabine Herrmann, Friederike Jokisch, Irmgard Merkens, sibylle von preussen, Susanne Schirdewahn, Ulrike Seyboth, Lucy Teasdale, Kuratorin: Dr. Anna Havemann

12 aus 49, Ausstellung des VdBK, 2019